Interview mit Erwin Büsing

Erwin Büsing ist seit 2007 selbstständiger Berater, Coach und Dozent, zuvor war er als Berater für ein Hamburger Beratungsunternehmen tätig. Er wohnt in Glückstadt.

meinsteinburg.de: Herr Büsing, Sie sind im Regionalmarketing ein Teil der Filmgruppe. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Erwin Büsing: Ich habe die Zukunftskonferenz in Wewelsfleth besucht, fand das Thema und das Engagement dort sehr gut. Flagge zeigen hieß es dort. Ich habe meine Karte in den Hut geworfen und bin so bei der Filmgruppe gelandet.

meinsteinburg.de: Stichwort „Filme aus der Kiste“: In einer pinkfarbenen Burg wurden in der Vergangenheit die Filme vorgestellt. Ein paar Worte zur „Kistentour“, die sie maßgeblich organisiert haben?

 Büsing: Ja, die leere Kiste stand in Hohenlockstedt, Horst, in Wacken und vielen anderen Gemeinden und Städten und sollte Interesse wecken. Die Tour zu organisieren klingt einfach, war es aber nicht. Helfer mussten für den Aufbau- und Abbau gefunden werden, zudem ist die Dame, die vor der Kiste steht – wir nennen sie Püppi – sehr schwer. Das Geheimnis, also die Vorstellung der Filme aus der Kiste heraus, wurde dann auf dem Weinfest gelüftet.

meinsteinburg.de: Haben sie Reaktionen mitbekommen?

Büsing: Der Effekt war immer der gleiche. Erst die Frage: „Was soll denn das?“ und dann „Das ist ja witzig“. Der Wacken-Film ist ja auch super gemacht, und auch die Ideen, die beim Kellinghusen-Film entstanden sind.

meinsteinburg.de: Geht die „Kistentour“ weiter?

 Büsing: Ja, die Filme werden zur Zeit im Holstein-Center gezeigt. Die Kiste wird dann auf verschiedenen Veranstaltungen wie auf dem Töpfermarkt in Kellinghusen, beim Dackelrennen in Itzehoe und beim Familientag in Hohenlockstedt stehen.

meinsteinburg.de: Wie sehen sie Ihre Arbeit in der Filmgruppe?

Büsing: Wenn man einen Stein ins Wasser wird, breiten sich die Ringe immer weiter aus. So ist es auch hier. Erst ist die Idee da, dann baut die Firma Schütt die Kiste, und expert Meiners sponsert den Fernseher und die Soundanlage. Alle sind ehrenamtlich dabei. Ich bin selbstständig, da packt man mit an, auch weil die Ideen und das Engagement super sind.

Es ist wie in der Landwirtschaft: Erst wird gesät, dann gewässert, es wird Geduld gebraucht und dann kommt die Ernte.

Allerdings, und da kommt jetzt der Berater durch: Die Filme sind ein Hingucker, aber man muss eins bedenken: Sie sind nur der Nagel, an dem das Bild aufgehängt wird. Dahinter steckt weitaus mehr und das muss vermittelt werden.